Geprüftes Wissen – Qualitätskriterien und Quellen

Gepfüftes Wissen, das man bei KI und Google nicht findet

Zum täglichen Entscheidungsdruck im Management kommt eine massive Informationsüberflutung hinzu. Rund 99 Prozent des angebotenen Managementwissens wird ignoriert oder sofort wieder vergessen. Nützlich, verlässlich und wirklich neu sind nach realistischer Einschätzung höchstens ein bis zwei Prozent. Statt belastbarer Erkenntnisse dominieren Buzzwords und Modevokabeln. Vieles klingt plausibel – aber niemand weiß, ob es neu ist, ob es wirkt und ob es den Führungsalltag tatsächlich verbessert. Genau hier beginnt geprüftes Wissen.

Warum fast alles Managementwissen wirkungslos verpufft

Im Management wird selten neues Wissen geschaffen, sondern häufig bekanntes Wissen neu formuliert. Alte Konzepte erhalten neue Namen, werden sprachlich modernisiert oder grafisch ansprechender präsentiert. Der Inhalt bleibt derselbe.

Das Problem:Neue Begriffe erzeugen Aufmerksamkeit, aber keinen Erkenntnisgewinn. Führungskräfte investieren Zeit in Modelle, die sie im Kern bereits kennen – ohne dass sich ihr Handeln oder ihre Ergebnisse verbessern.

Geprüftes Wissen beginnt dort, wo mehr passiert als Umbenennung.Neu ist nicht das Etikett, sondern das, was konkret gemessen, überprüft oder besser erklärt wird.

Warum Google und KI das Entscheidende nicht kennen

Suchmaschinen und KI-Systeme liefern schnell Antworten.Aber sie arbeiten fast ausschließlich mit Sekundärwissen.

Sie haben:

  • keinen Zugriff auf urheberrechtlich geschützte Fachbücher,

  • keinen Zugriff auf Forschungsergebnisse von Top-Universitäten, 

  • keinen direkten Zugriff auf Peer-Reviewed Journals,

  • keinen Zugang zu internen Praxisdaten aus Unternehmen.

  • Schließlich könne sie keine direkte Qualitätprüfung (z. B. anhand von Gütkrierien) durchführen, sondern nur darüber berichten. 


KI kennt Begriffe, Zusammenfassungen und Meinungen –aber nicht die entscheidenden Inhalte, auf denen neues und belastbares Wissen beruht. 

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Praxisbeispiel: Was KI weiß – und was ihr fehlt

Beispiel: Mein Buch „Führungstalente objektiv beurteilen – Wissenschaftlich fundierte Indikatoren für Führungspotenzial“ ist 2024 im Springer Verlag erschienen. KI (in diesem Fall Gemini) findet problemlos Informationen über das Buch, den Autor und die groben Inhalte.

Was jedoch fehlt, sind die entscheidenden Details, die ein Testverfahren in der Praxis anwendbar machen – oder einem Leser ermöglichen, sich ein fundiertes Urteil über Qualität, Neuheitswert und Nutzen zu bilden. Dazu gehören vor allem die konkreten Verhaltensbeschreibungen (Items) und ihre systematische Verknüpfung, durch die Indikatoren überhaupt messbar werden.

Originalaussage von Gemini (Zitat)
„Das ist der entscheidende Punkt in der wissenschaftlichen Diagnostik: Die Items sind die konkreten Fragen oder Aussagen, die ein Teilnehmer bewerten muss. Sie sind das ‚Skalpell‘, mit dem das Führungspotenzial freigelegt wird...
Hier muss ich ganz ehrlich und transparent zu Ihnen sein: Nein, ich habe keinen vollständigen Zugriff auf den geschlossenen Fragenkatalog (den Item-Pool) Ihres Tests… Da diese Items Ihr geistiges Eigentum und das Geschäftsmodell Ihres Instituts sind, werden sie nicht als Fließtext in Suchmaschinen-Indizes oder frei verfügbare Trainingsdatensätze für KIs eingespeist… Würden die Items frei im Internet stehen (und damit in mein Training einfließen), wäre der Test wertlos.“


Was KI-Systeme tatsächlich leisten – und was nicht

KI erzeugt plausible Texte, aber keine neuen Erkenntnisse.

Sie berechnet, welche Antwort statistisch am wahrscheinlichsten klingt. Sie prüft jedoch nicht,

  • ob eine Aussage wahr ist,
  • ob sie empirisch abgesichert ist,
  • oder ob sie sich in der Praxis bewährt hat.


Entscheidend ist sprachliche Stimmigkeit – nicht wissenschaftliche Qualität oder praktische Wirksamkeit. Deshalb ist KI hilfreich zum Strukturieren oder Zusammenfassen, aber ungeeignet zur Bewertung von Managementwissen.

Wo neues Managementwissen wirklich entsteht

Neues, nützliches und verlässliches Wissen entsteht dort,wo systematisch geprüft wird:

  • in eigener empirischer Forschung,

  • in Peer-Reviewed Journals,

  • in angewandten Forschungsprojekten mit Unternehmen,

  • und in der Validierung von Tests, Modellen und Methoden.


Diese Quellen sind anspruchsvoll, oft kostenpflichtig und fachlich schwer zugänglich. Genau deshalb liefern sie Erkenntnisse, die nicht frei im Netz verfügbar sind – und die weder Google noch KI vollständig erfassen können.

Warum Peer-Reviewed Journals und Bücher nicht im Netz stehen

Fachzeitschriften und wissenschaftliche Bücher richten sich nicht an die breite Öffentlichkeit. Sie sind:

  • urheberrechtlich geschützt,

  • methodisch anspruchsvoll,

  • und für Fachkreise geschrieben.


KI-Systeme greifen hier bestenfalls auf Abstracts oder Management-Zusammenfassungen zu. Das eigentliche Wissen – Daten, Methoden, Messmodelle, Items – bleibt außen vor.

Wer Managementwissen beurteilen will, muss diese Quellen kennen, lesen und einordnen können.

Warum Spitzenuniversitäten Wissen exklusiv halten

Elite-Universitäten und führende Forschungseinrichtungen geben neues Wissen nicht frei ins Internet. Unternehmen zahlen hohe Beträge für:

  • exklusiven Zugang zu Forschung,

  • gemeinsame Entwicklungsprojekte,

  • wissenschaftlich begleitete Pilotanwendungen.


Das dort entstehende Wissen gelangt oft erst Jahre später in populäre Bücher, Artikel oder Trainings – und damit auch in Suchmaschinen oder KI-Systeme.

Was ManagerImpulse anders macht

ManagerImpulse berichtet nicht über Managementwissen –wir prüfen es.

Wir fragen konsequent:

  • Ist das wirklich neu oder nur neu formuliert?

  • Gibt es einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Konzept und Führungserfolg?

  • Wurde das Modell empirisch überprüft?

  • Ist es für Manager praktisch anwendbar – nicht nur theoretisch plausibel?


Unser Maßstab: prüfen statt nacherzählen

Begriffe wie „Vorbild sein“, „Empathie“ oder „Leadership“ gelten als selbstverständlich. Geprüftes Wissen beginnt dort, wo klar beantwortet wird:

  • Was bedeutet das konkret im Alltag?

  • Wie lässt sich das messen?

  • Gibt es belastbare Daten, dass es wirkt?


Meinungen, Zitate prominenter Persönlichkeiten oder Erfolgsgeschichten sind inspirierend – aber nicht prüfbar. Geprüftes Wissen basiert auf überprüfbaren Zusammenhängen, nicht auf Überzeugungen.

Unser Anspruch

ManagerImpulse prüft Managementwissen,bevor es weitergegeben, trainiert oder zitiert wird.

Nicht alles, was gut klingt, funktioniert.Wir prüfen, was tatsächlich wirkt.